Kirchner – Am Tisch Sitzende, mit Profil nach links
Art & Paintings
Richtpreis des Händlers
18.000 €
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- Adresse
- Madrid, España
- Webseite
- ladron-de-guevara.de
Beschreibung
Ernst Ludwig Kirchner (1880 Aschaffenburg – 1938 Frauenkirch)
AM TISCH SITZENDE, MIT PROFIL NACH LINKS (ZWEI FRAUEN AM TISCH)
Ausgeführt um 1908
Tuschfeder auf Papier, 21 x 17,5 cm
Provenienz:
Galerie Theo Hill, Köln;
Galerie Aenne Abels, Köln;
Gunda Horbach, Düsseldorf (Anfang der 1960er Jahre)
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Archivauszug vom 25.10.2024
Auf den ersten Blick ist es erstaunlich, dass ein Künstler, dessen Werk seine Wirkung so maßgeblich der Farbe verdankt, sich mit solcher Leidenschaft der Schwarz-Weiß-Zeichnung widmete, doch brauchte Kirchner sie, um sich über Bildaufbau und Komposition klar zu werden und zum Wesentlichen der Darstellung vorzudringen. Bei seinen Touren durch die Straßen, Cafés, Bars und Tingeltangel notierte er sich die optischen Eindrücke in Form spontaner, schneller Skizzen. Ein Gemälde kam nicht immer dabei heraus, aber viele Meisterzeichnungen, die als Einzelwerke bestehen können.
1905 gründete er mit seinen Künstlerfreunden Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff in Dresden die Künstlergruppe „Die Brücke“. 1908 kam seine Karriere langsam in Gang. Er entwickelte seine eigenständige zeichnerische Sprache: „Am Tisch Sitzende, mit Profil nach links“ ist in Nahsicht aufgenommen, das Motiv auf wenige Elemente beschränkt, die das Blatt prall bis an die Ränder füllen. Die Zeichnung ist raumlos und ohne Plastizität der Binnenformen angelegt und weitestgehend frei von Details. Getrennt durch starke Konturen stehen sich Positiv- und Negativformen in ausgeglichener Spannung gegenüber. Trotz des kleinen Formats wirkt sie in der Abkürzung und Beschränkung aufs Wesentliche groß. All das entspricht Kirchners Zeichenstil der Jahre 1908 – 1910. Den Zeichnungen der Dresdner Jahre fehlt der spitze, harte und zersplitterte Duktus der Berliner Großstadtszenen. Die Formen sind runder, weicher und lassen noch die Schönlinigkeit des Jugendstils erkennen. Daneben begeisterten ihn die Werke Edward Munchs, Henri Matisses, Vincent van Goghs, der Neoimpressionisten und Fauvisten, die Kirchner ab 1904 in München, Berlin und Dresden auf Ausstellungen sah.
An den Arbeiten der Dresdener Brücke-Zeit lässt sich der allmähliche Entstehungsprozess des Expressionismus ablesen. „Am Tisch Sitzende, im Profil nach links“, die mit unmittelbarem und expressivem Ausdruck einen wichtigen Entwicklungsschritt des Künstlers spiegelt, ist ein Meisterwerk der Moderne und vereint auf 21 x 17,5 cm alles, was ein Spitzenwerk Kirchners ausmacht.
Maschinelle Übersetzung. Maßgeblich ist der Originaltext des Verkäufers.
Technische Angaben
- Objekt
- Art & Paintings
Eingestellt am 28. März 2026
Händler


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